Aus der Praxis
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Neue Methode: Blut des Opfers im Pistolenlauf führt zum Täter
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Philipp Cachée, MBA, verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Schusswaffen, Munition und Explosivstoffen.
Sein fachlicher Hintergrund umfasst Erfahrungen als Berufswaffenträger, taktischer Schießtrainer sowie Kenntnisse aus seiner früheren leitenden Tätigkeit in der Rüstungsindustrie.
Hinzu kommen seine Erfahrungen als erfolgreicher Leistungsschießsportler und passionierter Jäger. Er verbindet fundiertes technisches Fachwissen mit umfassender praktischer Erfahrung in der sicheren Handhabung, Untersuchung und Bewertung von Waffen, Munition und ballistischer Tatrekonstruktion.
Seit mehr als zehn Jahren ist er als freiberuflicher Sachverständiger überwiegend für Gerichte und Staatsanwaltschaften im gesamten Bundesgebiet tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der ballistischen Tatrekonstruktion und der kriminaltechnischen Untersuchung von Schusswaffendelikten. Dabei nutzt er unter anderem die Software FARO Zone 3D, um Tatorte und Geschehensabläufe dreidimensional zu rekonstruieren und für gerichtliche Verfahren nachvollziehbar darzustellen.
Im Jahr 2026 wurde Philipp Cachée für die Dauer von fünf Jahren als Sachverständiger für den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zugelassen und für den Fachbereich Ballistik in dessen Sachverständigenliste aufgenommen.
Ein weiterer Tätigkeitsbereich ist die Begutachtung und fachliche Beratung zur Unbrauchbarmachung und Demilitarisierung von Kriegswaffen. Er untersucht bereits vorgenommene Veränderungen und berät Sammler, Händler, Behörden und Institutionen zu den technischen Anforderungen einer rechtskonformen Unbrauchbarmachung. Bei Bedarf begleitet er auch die anschließende Antragstellung zur abschließenden Feststellung durch die zuständige Behörde.
Für seine gutachterliche Arbeit stehen ihm eine eigene Waffenwerkstatt mit Erprobungsschießstand, eine Waffensammlung sowie Messmittel und Spezialtechnik zur Verfügung. Er verfügt über eine sprengstoffrechtliche Erlaubnis zum gewerblichen Umgang mit Explosivstoffen, eine nicht gewerbsmäßige Waffenherstellungserlaubnis sowie eine fallbezogene Genehmigung zur Herstellung von Kriegswaffen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz.
Diese Ausstattung und die vorhandenen Erlaubnisse ermöglichen ihm, Waffen und Munition im jeweils genehmigten Umfang für gutachterliche Zwecke zu untersuchen, anzupassen, instand zu setzen, nachzubauen oder individuell herzustellen.
Im Jahr 2023 wurde Philipp Cachée von der zuständigen Berliner Senatsverwaltung zum stellvertretenden Vorsitzenden des Prüfungsausschusses für die Fachkundeprüfungen im Waffenhandel des Landes Berlin berufen.
Highlights:
Im deutschsprachigen Raum einzigartig ist die Befassung mit dem Thema audioballisitische Analyse. Die steigende Anzahl der sich im Einsatz befindlichen Bodycams, Videoüberwachungsanlagen, Dashcams, Handykameras etc. eröffnen neue Möglichkeiten der Informationsgewinnung zur Tatrekonstruktion. Dadurch wird eine 4. Dimension in die ballistische Tatrekonstruktion gebracht. Das Verfahren wurde bereits erfolgreich in einem Prozess der Generalbundesanwaltschaft eingesetzt.
Die Entwicklung eines Verfahrens und einer Vorrichtung Namens GunSwab, bilden den bisherigen Höhepunkt seiner Forschungsarbeit. Im Zuge der langjährigen und engen Zusammenarbeit mit der rechtsmedizinischen Forschungsgruppe von Prof. Dr. Courts zum Thema Rückschleuderspuren (eng. Backspatter) wurden diese Verfahren entwickelt und dienen der einfachen und hochkonzentrierte Sicherung von Spuren aus dem Laufinneren von Schusswaffen. Die Anwendung der Forschungsergebnisse und des Verfahrens haben bereits zu rechtskräftigen Verurteilungen geführt.
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